Wasser ist lebensnotwendig — doch bei einem längeren Blackout fällt oft auch die Wasserversorgung aus. Pumpen, Aufbereitungsanlagen und Drucksysteme brauchen Strom. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du dich mit Trinkwasser, Wasserfiltern und Notvorräten für 14 Tage absicherst.
BBK-Empfehlung: Pro Person und Tag werden mindestens 2 Liter Trinkwasser und weitere 2 Liter für Hygiene und Kochen benötigt — also 4 Liter/Tag/Person. Für 14 Tage sind das 56 Liter pro Kopf.
Schritt 1: Wasservorrat anlegen
Der einfachste und günstigste erste Schritt: Trinkwasser bevorraten. Lagere handelsübliche 1,5- oder 5-Liter-Flaschen an einem kühlen, dunklen Ort. Wichtig: Originalverschlossenes Mineralwasser ist jahrelang haltbar. Leitungswasser in sauberen Kanistern hält 3–6 Monate.
Empfohlene Wasserkanister für die Bevorratung
Stabile Wasserkanister aus lebensmittelechtem Kunststoff (HDPE) sind die beste Wahl für größere Mengen:
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Schritt 2: Wasserfilter für den Ernstfall
Wenn der Vorrat erschöpft ist, kommt der Wasserfilter ins Spiel. Mit einem guten Outdoor-Wasserfilter kannst du Regenwasser, Bach- oder Flusswasser in sicheres Trinkwasser verwandeln.
1. Sawyer Mini — Das Preis-Leistungs-Wunder
Der Sawyer Mini ist kompakt (nur 56g), günstig und extrem leistungsfähig: Er filtert laut Hersteller bis zu 378.000 Liter Wasser und entfernt 99,99% aller Bakterien und Protozoen. Ideal für den Notfallrucksack und als Backup-System für zuhause. Rückspülen hält ihn dauerhaft satzbereit.
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2. LifeStraw Personal — Einfachste Handhabung
Der LifeStraw ist so einfach wie ein Trinkhalm: einfach in eine Wasserpfütze halten und saugen. Filtert ebenfalls 99,99% aller Bakterien. Ideal als Ergänzung — allerdings kann man damit keine Vorräte anlegen, nur direkt aus der Quelle trinken.
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3. Katadyn Vario — Für die Familie
Wenn du größere Mengen filtern musst, ist der Katadyn Vario die richtige Wahl: bis zu 2 Liter/Minute Durchsatz, kombinierter Aktivkohle-Keramik-Filter, ideal für Familien. Profi-Qualität für ernsthafte Krisenvorsorge.
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Schritt 3: Notvorrat Lebensmittel
Neben Wasser brauchst du haltbare Lebensmittel für 14 Tage. Die BBK-Empfehlung: 2.200 kcal/Tag pro Person durch Konserven, Hülsenfrüchte, Reis, Nudeln, Haferflocken und Nüsse.
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Kochen ohne Strom: Die besten Lösungen
Ohne Strom und ohne Gas brauchst du eine alternative Kochlösung:
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Die Wasser-&-Nahrung-Checkliste für 14 Tage
- ✅ 56 Liter Trinkwasser pro Person (oder Wasserfilter + Quelle)
- ✅ Stabiler 20L-Wasserkanister (lebensmittelecht)
- ✅ Sawyer Mini oder Katadyn Vario als Backup-Filter
- ✅ Wasseraufbereitungstabletten (Katadyn Micropur)
- ✅ Haltbare Lebensmittel für 14 Tage (Konserven, Trockenware)
- ✅ Campingkocher + ausreichend Gaskartuschen
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Wasser lagern: Die häufigsten Fehler
Die meisten Deutschen machen beim Wasserlagern entscheidende Fehler — und merken es erst wenn sie das Wasser brauchen:
- Falsche Behälter: PET-Flaschen sind nicht für Langzeitlagerung geeignet, sie geben Weichmacher ab. Nutze Kanister aus lebensmittelechtem HDPE-Kunststoff oder Glas.
- Lichtlagerung: UV-Licht fördert Algenbildung. Kanister dunkel und kühl lagern (Keller, Abstellraum).
- Kein Wechsel: Auch ungeöffnetes Leitungswasser sollte alle 6 Monate ausgewechselt werden.
- Zu wenig: Das BBK empfiehlt 4 Liter pro Person und Tag — viele planen nur 1–2 Liter.
Notfallwasserquellen im Blackout
Wenn der Vorrat aufgebraucht ist oder du nicht genug gelagert hast, gibt es Ausweichmöglichkeiten:
- Heißwasserspeicher / Boiler: Enthält oft 80–200 Liter nutzbares Wasser
- Badewanne: Sofort befüllen beim ersten Blackout-Alarm
- Regenwasser: Kann mit Wasserfilter trinkbar gemacht werden
- Brunnen: Wenn vorhanden — mit Wasserfilter oder Abkochen aufbereiten
- Seen und Flüsse: Nur im Notfall, immer filtern UND abkochen oder desinfizieren
Wasserreinigung Schritt für Schritt
Wenn du auf unbekannte Wasserquellen angewiesen bist, gehe in dieser Reihenfolge vor:
- Vorfiltern: Grobe Partikel durch ein Tuch oder Kaffeefilter entfernen
- Mikrobiologisch filtern: Wasserfilter (Sawyer, LifeStraw, Katadyn) entfernen Bakterien und Protozoen
- Abkochen: 3 Minuten sprudelnd kochen tötet alle Keime — aber nur wenn du ein Kochgerät hast
- Chemische Behandlung: Micropur-Tabletten als Backup, wenn Kochen nicht möglich ist
Wichtig: Ein Wasserfilter allein reicht nicht für alle Schadstoffe (z. B. Schwermetalle, Chemikalien). Kombiniere immer mehrere Methoden wenn die Wasserquelle unbekannt ist.
Nahrungsvorrat: Was wirklich sinnvoll ist
Für einen 14-Tage-Vorrat brauchst du keine Spezialkost — ein durchdachter Grundvorrat reicht. Pro Person und Tag kalkuliere mit ca. 2.000 kcal.
Besonders bewährt haben sich: Vollkornnudeln, Linsen und Kidneybohnen aus der Dose, Thunfisch und Sardinen in Öl, Tomaten aus der Dose, Haferflocken, Nüsse und Erdnussbutter sowie Knäckebrot. Das alles ist günstig, lagert jahrelang und lässt sich ohne viel Energie zubereiten.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie viel Wasser sollte ich pro Person für 14 Tage lagern?
Das BBK empfiehlt mindestens 2 Liter Trinken + 2 Liter Kochen/Hygiene = 4 Liter pro Person und Tag. Für 14 Tage sind das 56 Liter pro Person.
Wie lange ist gelagertes Leitungswasser haltbar?
In lichtundurchlässigen, luftdichten HDPE-Kanistern aus dem Hahn abgefülltes Wasser hält sich ca. 6–12 Monate. Danach solltest du es erneuern oder abkochen.
Filtert ein Sawyer Mini Viren aus dem Wasser?
Nein — der Sawyer Mini filtert Bakterien und Protozoen, aber keine Viren. Für virenbelastetes Wasser zusätzlich Micropur-Tabletten verwenden oder 3 Minuten abkochen.
Darf ich Regenwasser trinken?
Nur nach ordentlicher Aufbereitung: vorfiltern, dann Mikrofilter (Sawyer, LifeStraw), dann abkochen oder Desinfektion. Regenwasser kann Umweltkontaminanten, Bakterien und Pollen enthalten.
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