Eine realistische Blackout-Vorsorge bedeutet nicht, Panik zu schieben — sondern strukturiert vorzubereiten, was du in deinem Haushalt ohnehin brauchst. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, für mindestens 10 Tage autark zu sein. Wir empfehlen 14 Tage als Zielhorizont — das gibt dir Puffer ohne übertriebenen Aufwand.
Diese Checkliste führt dich Kategorie für Kategorie durch alle Bereiche: Wasser, Nahrung, Energie, Wärme, Kommunikation, Hygiene, Medizin und Dokumente. Mit konkreten Mengenangaben für 2 Personen, bewährten Produktempfehlungen und einer klaren Priorisierung — damit du weißt wo du anfängst und was wirklich zählt.
Schnellübersicht: Was du für 14 Tage brauchst
- 🚰 Wasser: 80–100 Liter pro 2 Personen (Trinken + Kochen + Hygiene)
- 🍱 Nahrung: 6–8 kg Grundnahrungsmittel + 20–30 Konserven
- 🔦 Licht: Stirnlampe pro Person + Ersatzbatterien + Solarlaterne
- 📻 Information: Batterie- oder Kurbelradio (UKW + AM)
- ⚡ Energie: Powerstation 500–1.000 Wh + Campingkocher + Gaskartuschen
- 🔥 Wärme: Notfallheizung oder Schlafsack + Thermokleidung
- 💊 Medizin: 4-Wochen-Reserve persönlicher Medikamente + Erste-Hilfe-Set
- 🧻 Hygiene: Feuchttücher, Desinfektionsmittel, Seife, Toilettenalternative
- 📄 Dokumente: Kopien aller wichtigen Unterlagen in wasserfester Hülle
- 💶 Bargeld: 200–300 € in kleiner Stückelung
So nutzt du diese Checkliste
Gliedere deine Vorsorge in drei Phasen. Starte mit Priorität 1 — ein halbfertiger Grundstock ist mehr wert als ein perfekter Plan der noch nicht umgesetzt ist.
- Priorität 1 (sofort, 1–2 Tage): Wasser, Grundnahrung, Licht, Radio, Medikamente, Bargeld
- Priorität 2 (innerhalb einer Woche): Energie, Kochen, Wärme, Kommunikation, Hygiene
- Priorität 3 (Resilienz aufbauen): Wasseraufbereitung, Solartechnik, Dokumente, Notfallplan
Die 6 wichtigsten Anschaffungen — kurz und konkret
Wer nicht die ganze Liste durcharbeiten will: Diese 6 Produkte decken die kritischsten Lücken ab. Reihenfolge entspricht der Priorität.
| Kategorie | Unser Top-Pick | Warum |
|---|---|---|
| ⚡ Energie | EcoFlow DELTA 2 (1024 Wh) | Lädt Smartphones 50×, hält Kühlbox + LED 24h — leise, innenanwendbar, per Solar nachladbar |
| 💧 Wasser lagern | Stapelkanister 15 L (6er-Set) | Lebensmittelecht, stapelbar, platzsparend — günstiger als Flaschen |
| 📻 Information | Sangean MMR-99 Kurbelradio | UKW + AM, Solar + Kurbel + Batterie, USB-Ladeanschluss fürs Handy |
| 🔦 Licht | Petzl Tikkina Stirnlampe | 250 Lumen, 3×AAA-Batterie, bewährt — für jeden im Haushalt eine |
| 🔥 CO-Sicherheit | CO-Warnmelder Kidde 7CO | Pflicht bei Petroleumofen, Campingkocher oder Gasheizung — rettet Leben |
| 🍲 Kochen | Campingaz Camp Bistro 2 | Kompakt, stabil, weit verbreitet — Kartuschen in jedem Baumarkt nachkaufbar |
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1. Wasser — das absolut Erste
Wasser ist kritischer als Nahrung. Ohne Wasser überleben Menschen keine 3 Tage — ohne Essen gut 3 Wochen. Beginne immer mit dem Wasservorrat.
Bedarf für 14 Tage, 2 Personen:
Trinken: 2 Liter × 2 Personen × 14 Tage = 56 Liter
Kochen + Hygiene: mind. 1 Liter/Person/Tag = weitere 28 Liter
→ Gesamt: 80–100 Liter Trinkwasser
Handelsübliche 1,5-Liter-PET-Flaschen funktionieren, sind aber schwer zu lagern. Besser: robuste Wasserkanister (5–10 Liter) aus lebensmittelechtem Kunststoff — stapelbar, günstig, befüllbar. Leitungswasser abfüllen, Abfülldatum beschriften, alle 6–12 Monate erneuern.
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Brauchwasser separat planen: Badewanne oder große Eimer vorab befüllen — für Toilettenspülung und Hygiene. Nicht als Trinkwasser verwenden. Wer langfristig plant, besorgt sich einen Wasserfilter für Notfallsituationen.
→ Wasserfilter für den Blackout: Alle Optionen im Test
2. Nahrungsmittelvorrat — haltbar und kalorienreich
Ein Erwachsener braucht 2.000–2.500 kcal täglich — bei Kälte oder körperlicher Arbeit mehr. Plane zuerst die Kalorienbasis, dann die Abwechslung. Alles sollte ohne Kühlung haltbar und mit minimalem Aufwand kochbar sein.
- Nudeln, Reis, Haferflocken: 6–8 kg — Kalorienbasis, günstig, 3–5 Jahre haltbar
- Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen): 2 kg — Protein und Sättigung
- Konserven (Gemüse, Fisch, Suppen): 20–30 Dosen — fertige Mahlzeiten, kein Kochen nötig
- Olivenöl, Erdnussmus, Nüsse: 1–2 kg — Fett = doppelte Kaloriendichte
- Knäckebrot, Zwieback: 2 kg — ohne Kochen essbar
- Trockenfrüchte, Schokolade, Müsliriegel: 1–2 kg — Schnellenergie und Moral
- Salz, Zucker, Bouillon, Gewürze: je 500 g–1 kg
- Kaffee (Instant), Tee: nach Bedarf — Routine stabilisiert im Notfall
Rotationsprinzip: Koche aktiv aus deinen Vorräten und kaufe nach was du verbraucht hast. So ist der Vorrat immer frisch — und du weißt im Ernstfall wie man damit kocht.
→ Detaillierter Guide: Notvorrat Lebensmittel richtig aufbauen
3. Licht — unterschätzter Sicherheitsfaktor
Dunkelheit im Notfall ist gefährlicher als sie klingt: Stürze, Unfälle, Desorientierung — besonders bei Kindern und älteren Menschen. Sorge für mehrere unabhängige Lichtquellen.
- Stirnlampe pro Person (min. 200 Lumen): Beide Hände frei — für alle Aktivitäten. Aufladbare Modelle bevorzugen.
- Solarlaterne: Tagsüber aufladen, abends stundenlang Raumbeleuchtung — ohne Batterieverbrauch.
- Taschenlampe: Zusätzlich für Durchsuchen von Räumen, als Reserve.
- Kerzen: Nur als letzte Reserve und nie unbeaufsichtigt — Brandrisiko.
- Ersatzbatterien/Akkus: Mindestens 2 Sätze für jede verwendete Größe (AA, AAA).
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4. Information — was passiert gerade?
Im Blackout fallen Internet, TV und oft auch das Mobilfunknetz aus. Das einzige verlässliche Medium ist dann ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio. Öffentlich-rechtliche Sender (ARD, Deutschlandfunk) sind verpflichtet, im Katastrophenfall Lageberichte zu senden — auf UKW und Mittelwelle, auch wenn das Netz down ist.
- Kurbelradio mit Solar und Batteriebetrieb: Wichtigste Anschaffung für die Kommunikation.
- UKW + AM/MW: Lokale Sender auf UKW, überregionale Durchsagen auf Mittelwelle.
- Notrufnummern analog notiert: 112, 110, Netzbetreiber-Störungshotline — auf Papier, nicht nur im Handy.
- Lokale UKW-Frequenzen aufschreiben und ans Radio kleben — im Notfall nicht suchen müssen.
🏆 Unser Top-Pick: Sangean MMR-99 — UKW + AM + Wetterfunk, Solar + Kurbel + Batterie, Handy-Ladeport. Günstiger Einstieg: Eton FRX3.
→ Alle Modelle im Vergleich: Notfallradio Test 2026
5. Medikamente und Erste Hilfe
- Persönliche Medikamente: 4-Wochen-Reserve aller regelmäßig eingenommenen Medikamente. Arzt informieren, Rezept voraus anfordern.
- Schmerz- und Fiebermittel: Ibuprofen und Paracetamol — für Erwachsene und Kinder.
- Fieberthermometer (digital + Reserve-Quecksilberfrei)
- Erste-Hilfe-Set (DIN 13164): Mindeststandard. Besser: erweitertes Set mit Tourniquet, Wundnahtstrips, Brandwundengel.
- Desinfektionsmittel für Wunden (Octenisept o. ä.) — kein Alkohol auf offene Wunden
- Zeckenzange, Pinzette, Schere
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6. Bargeld in kleiner Stückelung
Kartenzahlung und EC-Automaten fallen im Blackout aus. Halte mindestens 200–300 € in kleinen Scheinen (5, 10, 20 Euro) und Münzen zuhause bereit — in einer sicheren Schublade, nicht in der Geldbörse. Kleine Stückelung ist wichtig: ein Geschäft das noch offen hat, kann oft kein Wechselgeld herausgeben.
7. Strom und Energie — die Powerstation
Für die meisten Haushalte ist eine tragbare Powerstation die sinnvollste Energielösung: lautlos, ohne Abgase, innen nutzbar, per Solarpanel nachlad- und damit dauerhaft betreibbar. Notstromaggregate laufen mit Benzin und müssen draußen stehen — für Wohnungen keine Option.
Was du mit einer 1.000-Wh-Station 24–36 Stunden versorgen kannst: alle Smartphones und Laptops, LED-Beleuchtung, Router, Radio, CPAP-Gerät und eine kleine Kühlbox. Für größere Haushalte oder längere Ausfälle: 2.000 Wh Klasse (Bluetti AC200P).
→ Powerstation Test 2026: EcoFlow, Jackery und Bluetti im Vergleich
🏆 Unser Top-Pick: EcoFlow DELTA 2 (1024 Wh) — lauter Testsieger, lädt per Solar nach, geräuschlos. Wer mehr braucht: Bluetti AC200P (2000 Wh) für Familien oder bei CPAP-Bedarf.
8. Kochen ohne Strom
Induktionsfeld und Backofen sind aus. Ein einfacher Campingkocher mit Gaskartuschen ist die unkomplizierteste Lösung: aufschrauben, anzünden, kochen. Eine 230-g-Kartusche reicht für 5–8 einfache Mahlzeiten. Für 14 Tage lagere 8–12 Kartuschen ein.
- Campingkocher (Schraubventil): Günstig, platzsparend, zuverlässig
- Gaskartuschen (230g): Mind. 8–12 Stück vorrätig — kühl und trocken lagern
- Trangia/Spiritus-Kocher: Alternative mit Brennspiritus — günstiger Brennstoff, wartungsfrei
- Wichtig: Nur mit ausreichend Lüftung kochen — nie in geschlossenen Räumen ohne Luftzufuhr
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→ Alle Methoden: Kochen ohne Strom im Blackout
9. Wärme ohne Heizung
Im Winter ist Wärme lebensnotwendig. Die einfachste und günstigste Maßnahme: einen Raum priorisieren statt die ganze Wohnung halbwegs warm zu halten. Das spart Brennstoff um Faktor 3–4 und ist viel effektiver.
- Guter Schlafsack (bis -5°C): Die unterschätzte Sofortlösung — billiger als jeder Ofen
- Thermokleidung (Merino oder Fleece): Mehrere Lagen schlagen jeden Heizstrahler
- Thermozelt / Notfalldecken: Reflektierende Rettungsdecken halten Körperwärme
- Petroleumofen: Hohe Heizleistung, autark — aber CO-Warnmelder Pflicht, immer lüften
- Katalytofen (Gas): Sicherer als Petroleum, geringere Leistung — für kleine Räume
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→ Heizen ohne Strom: Petroleumofen, Gasheizung und mehr im Vergleich
10. Kommunikation und Erreichbarkeit
- Powerbank (20.000+ mAh): Mindestens 2 Ladungen fürs Handy. Vorgeladen lagern, alle 3 Monate nachladen.
- Notfallkontakte auf Papier: Familie, Arzt, Apotheke, Netzbetreiber — analog, nicht nur im Handy.
- Treffpunkt vereinbaren: Was ist der Plan wenn ihr nicht zusammen seid wenn der Blackout beginnt?
- Walkie-Talkies: Bei größerem Haus oder Grundstück praktisch — kein Netz nötig.
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11. Hygiene und Sanitär — oft vergessen, immer wichtig
Fällt der Strom aus, kann auch die Wasserversorgung beeinträchtigt sein. Schlechte Hygiene führt im Notfall schnell zu Krankheiten, die die Lage verschlimmern. Plane diesen Bereich von Anfang an mit ein.
- Feuchttücher (viele): Körperpflege ohne fließendes Wasser
- Händedesinfektionsmittel: Mindestens 1 Liter — besonders nach Toilettennutzung
- Seife und Mundpflegeprodukte: Normaler 2-Wochen-Vorrat
- Toilettenpapier: Mind. 20 Rollen — klingt banal, war in jeder Krise ausverkauft
- Campingtoilette oder Eimer mit Deckel: Wenn Toilettenspülung ausfällt (Druckverlust im Netz)
- Hygienebeutel mit Geleinlage: Für Notfalltoilette ohne Wasseranschluss
- Damenhydgiene: 2-Wochen-Vorrat oder Menstruationstasse (keine Entsorgungslogistik)
- Müllbeutel (groß, reißfest): Für Abfallentsorgung und improvisierte Hygiene
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12. Dokumente und wichtige Unterlagen
Im schlimmsten Fall — Evakuierung, Brand, Überflutung — musst du deine wichtigsten Unterlagen schnell griffbereit haben. Lege eine wasserfeste Dokumententasche an und bewahre sie an einem festen, bekannten Ort auf.
- Reisepässe und Personalausweise (Originale oder beglaubigte Kopien)
- Versicherungsscheine (Kranken-, Hausrat-, Haftpflicht-, Lebensversicherung)
- Krankenversichertenkarten und Medikamentenliste
- Kontonummern und Bankzugänge (auf Papier, nicht digital)
- Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Testament
- Mietvertrag oder Eigentumsnachweis
- Impfpass
- USB-Stick mit Scan aller Dokumente (verschlüsselt)
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13. Wasseraufbereitung für längere Ausfälle
Wenn der Leitungswasservorrat aufgebraucht ist, braucht man eine Aufbereitungslösung. Regenwasser, Flusswasser und Brunnenwasser können Bakterien, Protozoen und Schadstoffe enthalten — ohne Aufbereitung nicht trinken.
- Hohlfaser-Wasserfilter (Sawyer Squeeze, LifeStraw): Filtert Bakterien und Protozoen, lange nutzbar
- Wasseraufbereitungstabletten (Chlor): Günstig, leicht, als Ergänzung zum Filter
- Kochen: 1 Minute sprudelnd kochen tötet alle Krankheitserreger ab
🏆 Unser Top-Pick: Sawyer Squeeze — filtert Bakterien und Protozoen, 380.000 Liter Kapazität, wiederverwendbar. Günstige Ergänzung: Micropur Chlortabletten als Backup.
Sonderfälle: Kinder, ältere Menschen, Haustiere
Standardchecklisten sind für gesunde Erwachsene ausgelegt. Passe deinen Vorrat an die tatsächlichen Bedürfnisse deines Haushalts an:
- Säuglinge und Kleinkinder: Babynahrung, Windeln, Feuchttücher und Milchpulver für den gesamten Vorratszeitraum. Kinder brauchen Wärme schneller als Erwachsene.
- Ältere Menschen: Medikamentenbedarf oft höher, Mobilität eingeschränkt. Evakuierungsplan für gehbehinderte Personen konkret durchdenken.
- Chronische Erkrankungen: Dialysepatienten, Diabetiker, Herzpatienten — medizinische Geräte brauchen Strom. Powerstation und Arzt-Rücksprache Pflicht.
- Haustiere: Futter für 14 Tage einlagern. Hunde brauchen 2 Liter Wasser pro 10 kg täglich. Tierarzt-Notfallnummer analog notieren.
CO-Warnmelder — Pflicht bei jeder Verbrennungsquelle
Kohlenmonoxid ist farb- und geruchlos. Es entsteht bei unvollständiger Verbrennung — bei Gasheizungen, Petroleumöfen, Campingkochern, Grills, Generatoren. Ein CO-Warnmelder kostet 20–40 € und rettet im Ernstfall Leben. Pflicht, wenn du irgendeine Wärmequelle mit Verbrennung betreibst.
🏆 Pflicht-Kauf: Kidde 7CO CO-Warnmelder — bewährt, günstig (~20 €), batteriebetrieben. Einen pro Stockwerk. Kein Verhandlungsspielraum wenn du eine Wärmequelle mit Verbrennung betreibst.
Vorrat richtig lagern und aktuell halten
- Kühl, trocken, dunkel: Keller oder Abstellraum — kein direktes Sonnenlicht, keine Feuchtigkeit
- FIFO-Prinzip: First In, First Out — Neues nach hinten, Ältestes vorne zum Verbrauch
- Abfalldaten beschriften: Datum auf Behälter und Flaschen schreiben
- Einmal jährlich prüfen: MHDs kontrollieren, Powerstation und Powerbank nachladen, Batterien testen
- Inventarliste anlegen: Was ist wo — Zettel ins Notfallpaket
Notfallplan erstellen und ausdrucken
Rede mit allen Haushaltsmitgliedern über den Notfallplan — bevor der Notfall eintritt. Kläre konkret:
- Wo treffen wir uns, wenn wir nicht zusammen sind?
- Wer ist der Ansprechpartner außerhalb der Familie?
- Wo ist das Notfallpaket / die Checkliste?
- Was tun bei Evakuierung? Wer trägt was?
Drucke diese Checkliste aus und bewahre sie im Notfallpaket auf. Digital im Handy ist im Notfall oft nicht verfügbar.
Häufige Fragen zur Blackout-Vorsorge
Wie viel kostet eine vollständige Blackout-Vorsorge?
Für eine Grundausstattung (Wasser, Nahrung, Licht, Radio, Erste Hilfe) rechne mit 200–400 € für einen 2-Personen-Haushalt. Mit Powerstation (500–1.000 €), Heizlösung und vollständiger Ausrüstung kommt man auf 800–1.500 €. Das ist eine Einmalausgabe — viele Produkte halten 10–20 Jahre.
Wie lange dauert ein Blackout typischerweise?
Die meisten Stromausfälle dauern Minuten bis Stunden. Ein echter „Blackout“ im Sinne eines großflächigen, mehrtägigen Ausfalls ist bisher in Westeuropa nicht eingetreten — aber die Infrastruktur wird zunehmend anfälliger. Szenarien von 3–7 Tagen werden von Behörden als realistisch eingestuft, weshalb das BBK 10 Tage empfiehlt.
Muss ich meinen Vermieter informieren wenn ich einen Petroleumofen kaufe?
Das hängt von deinem Mietvertrag ab. Viele Verträge verbieten offene Feuerquellen in der Wohnung. Einen Petroleumofen nur auf dem Balkon oder mit ausdrücklicher Erlaubnis betreiben. CO-Warnmelder ist in jedem Fall Pflicht. Im Zweifelsfall: Vermieter fragen.
Wo fange ich an wenn ich noch gar nichts habe?
Mit Wasser. Heute noch 20 Flaschen à 1,5 Liter kaufen (oder 2 Wasserkanister befüllen), ein Kurbelradio bestellen und Bargeld bereithalten. Das dauert einen Nachmittag und kostet unter 50 €. Alles andere kommt Schritt für Schritt — Priorität 1 abarbeiten, dann Priorität 2, dann 3.
Was ist der Unterschied zwischen Blackout-Vorsorge und Prepping?
Blackout-Vorsorge ist pragmatische Vorbereitung auf einen realistischen Ausfall — so wie man eine Hausrat- oder Haftpflichtversicherung abschließt. Prepping geht weiter: Bunker, jahrelange Nahrungsvorräte, Selbstverteidigung. Das hier ist Ersteres: vernünftige Vorsorge ohne Paranoia, empfohlen vom BBK und Katastrophenschutz.