Der Strom ist weg — und plötzlich stellt sich eine der praktischsten Fragen überhaupt: Wie koche ich jetzt? Induktionsfeld und Backofen sind aus. Wer darauf keine Antwort hat, lebt in einem Blackout von Keksen und Konserven die er kalt isst. Das muss nicht sein.
Es gibt mehrere gute Alternativen zum Elektroherd — einige davon hast du vielleicht schon für Camping zuhause. Entscheidend ist, dass du sie kennst, vor dem Blackout ausprobierst und das nötige Verbrauchsmaterial (Gas, Spiritus, Holz) vorrätig hast. Denn im Ernstfall ist es zu spät zum Einkaufen.
Genauso wichtig wie das Kochen: Heizen ohne Strom — denn ohne Wärme hilft das beste Essen wenig im Winter-Blackout.
Methode 1: Campingkocher mit Gaskartuschen — die einfachste Lösung
Ein Campingkocher mit Schraubkartusche ist die unkomplizierteste Notfallküche. Aufschrauben, anzünden, kochen — fertig. Eine 230-g-Kartusche reicht für etwa 45–60 Minuten Kochbetrieb, was rund 5–8 einfachen Mahlzeiten entspricht. Für 14 Tage Vorbereitung solltest du 6–10 Kartuschen lagern.
Wichtig: Nur im Freien oder bei sehr guter Belüftung betreiben. Butangas verbrennt sauber, aber CO-Bildung in geschlossenen Räumen ist möglich. Niemals in der Wohnung kochen wenn das Fenster zu ist.
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Methode 2: Trangia Sturmkocher — robust, wartungsarm, bewährt
Der Trangia ist eine Legende unter Outdoor-Köchern — und für Blackout-Vorsorge ideal. Er funktioniert mit Spiritus (Brennspiritus), der in jedem Baumarkt oder Supermarkt günstig erhältlich ist. Kein Ventil, kein Druckbehälter, keine Kartusche die verbraucht werden muss — einfach Brennspiritus nachfüllen.
Ein Liter Brennspiritus kostet unter 3 Euro und reicht für etwa 10–15 Mahlzeiten. Für 14 Tage lagert man sinnvollerweise 5–8 Liter — in einem kühlen, gut belüfteten Bereich außerhalb der Wohnung. Der Trangia selbst ist nahezu wartungsfrei und hält Jahrzehnte.
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Methode 3: Gaskocher für die Terrasse — wenn du mehr Leistung brauchst
Wer eine Terrasse oder einen Garten hat, kann auf einen größeren Gaskocher mit 1-kg- oder 5-kg-Propangasflasche zurückgreifen. Diese Modelle bieten Herdleistung — zwei Flammen, echte Kochtöpfe, normales Kochverhalten. Eine 5-kg-Gasflasche reicht je nach Nutzung für 3–6 Wochen täglichen Kochbetrieb. Gasflasche immer im Freien lagern, nie im Keller oder der Wohnung.
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Methode 4: Holzfeuer und Lagerfeuerkocher — nur als letzte Option
Holzfeuer klingt romantisch, ist aber als Blackout-Lösung für Stadtbewohner wenig praktikabel. Rauchentwicklung, Brandschutz, Holzbeschaffung — zu viele Variablen. Als Ergänzung für Hausbesitzer mit Garten und vorhandenem Feuerstellen-Setup funktioniert ein Holzvergaser-Kocher wie der BioLite CampStove aber sehr gut: Er verbrennt Holz fast rauchfrei und lädt nebenbei Geräte auf.
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Was du immer vorrätig haben solltest — unabhängig von der Methode
Kochen ohne Strom bedeutet auch: einfacher kochen. Dein Notfallvorrat sollte Gerichte ermöglichen, die in einem Topf und in unter 20 Minuten fertig sind. Nudeln, Reis, Linsen, Konserven, Suppenpulver. Kein aufwändiges Menü, keine langen Garzeiten die Energie verschwenden.
- Feuerzeug und Streichhölzer: mehrere, an verschiedenen Stellen gelagert
- Zündpaste oder Feueranzünder: für zuverlässiges Anzünden auch bei Wind
- Topf mit Deckel: spart Energie und kocht schneller
- Wasserkocher-Alternative: Wasser im Topf zum Kochen bringen für Tee und Kaffee
- Hitzeschutzunterlage: bei Campingkochern wichtig für Untergrund-Sicherheit
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Häufige Fragen: Kochen ohne Strom
Darf ich einen Campingkocher in der Wohnung benutzen?
Nur mit sehr guter Belüftung — also offenem Fenster und Durchzug. Im Idealfall kochst du auf dem Balkon, der Terrasse oder im Freien. CO-Vergiftung durch schlechte Verbrennung ist ein echtes Risiko in geschlossenen Räumen.
Wie viele Gaskartuschen brauche ich für 14 Tage?
Bei 2–3 Mahlzeiten täglich für 2 Personen rechne mit 8–12 Kartuschen à 230 g. Lieber mehr lagern — Kartuschen sind günstig und lange haltbar (10+ Jahre).
Kann ich Brennspiritus sicher zuhause lagern?
Brennspiritus ist feuergefährlich und sollte außerhalb der Wohnung gelagert werden — im Gartenhaus, Keller (mit Belüftung) oder Schuppen. In der Wohnung maximal 1 Liter in einem verschlossenen, nicht brechbaren Behälter — weit weg von Wärmequellen.